Die Bedeutung der Gesundheit im Islam

05. Dezember 2025

Verehrte Muslime!

In unserer heutigen Hutbe geht es um die Bedeutung der Gesundheit im Islam.

Allah, unser erhabener Herr, hat den Menschen aus dem Nichts erschaffen und ihm Verstand, Körper und Seele geschenkt. Er hat uns diesen Körper und diese Seele anvertraut. Daher ist ein Gläubiger verpflichtet, dieses ihm von Allah Taʿālā anvertraute Gut zu bewahren. Der Islam regelt nicht nur die gottesdienstlichen Handlungen, sondern alle Bereiche, die das Glück der Menschen in dieser Welt und im Jenseits betreffen. So wird der Erhaltung der Gesundheit große Bedeutung beigemessen.

Der Gelehrte Hazrat Ebu’l-Fāruk Silistrevi sagte: „Der Schutz des Körpers und der Erhalt seiner Gesundheit gehören zu den vorrangigsten Pflichten. Allah Taʿālā sagt:Und stürzt euch nicht mit eigenen Händen ins Verderben!‘ In diesem Gebot haben der Schutz des Körpers und der Gesundheit vor Gefahren und das Schließen der Tore zu diesen Gefahren oberste Priorität.”

Alle Dinge, die in unserer Religion verboten sind, schaden sowohl der körperlichen als auch der geistigen Gesundheit, während die erlaubten Dinge nützlich sind. In der Sure al-Aʿrāf, Ayat 157, heißt es dazu: „(Der Gesandte) erlaubt ihnen die guten Dinge und verbietet ihnen die schlechten Dinge.”

Die Bedeutung der Gesundheit wird in einem Hadith wie folgt erklärt: „Es gibt zwei Gaben, bei denen sich die meisten Menschen täuschen lassen: Gesundheit und Freizeit.” (al-Buchārī, Hadith-Nr. 6412)

Die erste Voraussetzung für Gesundheit ist Sauberkeit. Betrachtet man die islamischen Quellen, so bildet Reinheit das erste Kapitel in den Fiqh-Werken. Wer keine Gebetswaschung hat, muss zu jeder Gebetszeit fünfmal täglich die Körperteile waschen, die mit der Außenwelt in Berührung kommen. Das Händewaschen nach dem Toilettengang sowie vor und nach den Mahlzeiten ist eine Sunna im Islam.

In den Ayats und Hadithen wird außerdem die Reinigung der Zähne mit der Miswāk-Bürste bei jeder rituellen Waschung, das Schneiden der Nägel, das Waschen und Richten der Haare und des Barts, sowie die Sauberhaltung von Kleidung, Häusern, Straßen, Städten, Flüssen und Wasserquellen empfohlen. All dies hat seinen Platz in den Fiqh-Büchern eingenommen.

Ein Muslim, der seine Wohnung nicht mit den Straßenschuhen betritt, schleppt somit keine Keime von außen nach innen. Auf diese Weise hält er sein Zuhause frei von jeglichen Keimen. Gleichzeitig gehört es zu den Prinzipien des Islam, auf Hygiene und  Umweltschutz zu achten.

Bestimmte Krankheiten werden durch Nahrungsaufnahme übertragen. Um diesen vorzubeugen, sind Fleisch von verendeten Tieren, Blut, Schweinefleisch, Drogen und Alkohol verboten. Empfohlen werden hingegen gesunde Lebensmittel, gemäß dem Ayat: „Esst und trinkt, aber verschwendet nicht!“ (Sure al-Aʿrāf 7:31) Ungeachtet dessen ist es Sunna zu essen, wenn man Hunger hat und aufzuhören, bevor man satt ist. Es ist verpönt, sich den Magen vollzuschlagen.

Um Geschlechtskrankheiten vorzubeugen, sind unislamische Handlungen wie Unzucht, gleichgeschlechtliche Liebe und Geschlechtsverkehr mit Frauen während ihrer besonderen Tage verboten. Darüber hinaus sind Frauen verpflichtet, sich am Ende ihrer Tage  rituell zu waschen. Auch nach dem Geschlechtsverkehr müssen sich beide Ehepartner  rituell waschen, also die Ghusl durchführen.

Liebe Muslime!

Zum Schluss möchte ich euch eine wichtige Mitteilung machen. Als Verband der Islamischen Kulturzentren bieten wir Muslimen bei Hadsch und Umra neben türkischen auch Führungen in anderen Sprachen an. In der nächsten Hadsch-Saison 2026 werden wir, insha’Allah, Führungen in zehn Sprachen anbieten. Unser Ziel beim Hadsch und der Umra ist das Wohlgefallen Allahs, wie auch bei der Lehre des edlen Korans und des Islam in unseren Einrichtungen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir euch außerdem darauf aufmerksam machen, dass die Anmeldungen für den Hadsch 2026 bereits begonnen haben. Wir bitten alle Interessierten, so schnell wie möglich diesbezüglich mit unseren Hodschas Kontakt aufzunehmen.