LVIKZ Saarland begeht traditionellen Iftar unter besonderen Vorzeichen
12. März 2026
Völklingen, 12.03.2026 - In der historischen Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte beging der Landesverband der Islamischen Kulturzentren (LVIKZ) Saarland sein traditionelles Fastenbrechen (Iftar). Die Veranstaltung, die Repräsentanten aus Politik, Religion und Zivilgesellschaft vereinte, stand in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen.
Der Abend stand im Zeichen der Würdigung des verstorbenen Polizeibeamten Simon Bohr, der als Verbindungsbeamter der Polizeiinspektion Völklingen eine enge und langjährige Beziehung zur lokalen Gemeinde pflegte.
Unter den Ehrengästen begrüßte der Verband den Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Dr. Magnus Jung, die Landespolizeipräsidentin Natalie Grandjean sowie Torsten Lang, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport. Auffallend war die hohe Präsenz von Vertretern der saarländischen Polizei, die der Einladung natürlich in großer Zahl gefolgt waren.
Der stellvertretende Landesvorsitzende, der als Moderator durch das Programm führte, hob die Verdienste Bohrs hervor: „Er hatte immer ein offenes Ohr für die Gemeinde.“ Die Widmung des Abends unterstrich das tiefe Vertrauensverhältnis, das auch durch Bohr zwischen der Gemeinde und den Sicherheitsbehörden vor Ort gewachsen war.
In seiner Ansprache stellte der Landesvorsitzende Halil Urhan die Arbeit des LVIKZ vor. Ein begleitender Video-Beitrag illustrierte die vielfältigen Bildungs- und Betreuungsangebote des Verbandes. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der verbandseigenen Imamausbildung in Deutschland. Dieses Programm stelle sicher, dass die religiöse Betreuung durch Imame erfolge, die nicht nur fachlich ausgebildet, sondern hier sozialisiert und fest im hiesigen gesellschaftlichen Kontext verankert seien.
Der Abend fand nach dem gemeinsamen Fastenbrechen in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung seinen Ausklang. Dr. Magnus Jung resümierte die Intention solcher Zusammenkünfte abrundend mit den Worten: „Was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt.“